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Der Tag des Wassers - 22. März 2004


 

In Deutschland machen wir uns nicht viele Gedanken über den Wert des Wassers. Wenn du Durst hast oder dich waschen möchtest, drehst du einfach den Wasserhahn auf. Doch das ist nicht überall auf der Welt so. Wusstest du eigentlich, dass drei von fünf Menschen auf der Erde keinen Zugriff auf sauberes Wasser haben? Dabei ist das kostbare Nass nicht nur ein unverzichtbarer Durstlöscher, sondern auch wichtig für die Körperpflege und dadurch für unsere Gesundheit. Knapp 40 Prozent der Weltbevölkerung verfügt über keine ausreichende Abwasserentsorgung. Außerdem ist Wasser für die wirtschaftliche Entwicklung in armen Ländern unheimlich wichtig, denn ohne Wasser können keine Nahrungsmittel erzeugt werden und auch viele Industriezweige nicht produzieren. Hinzu kommt, dass die Rohwasserqualität immer schlechter wird. Rohwasser ist das Grundwasser oder Oberflächenwasser (Flüsse, Seen, Talsperren), aus dem das Trinkwasser gewonnen wird. Gründe hierfür sind der ständige Bevölkerungszuwachs, die Belastung und Vergiftung des Grundwassers, die steigende Verschmutzung der Weltmeere und der Missbrauch von Flüssen als Abwasserkanäle. Überleg mal: Die Hälfte aller Erdbewohner wird von Süßwasser aus Gebirgen versorgt. Schmelzende Gletscher und abgeholzte Wälder bedrohen diese Wasserreserven erheblich. Du siehst also, Wasser ist kostbar, und das, obwohl unser Planet überwiegend von Wasser bedeckt ist. Auf diese Problematik wollen die „Vereinten Nationen“ - kurz UNO -, eine internationale Organisation, der 191 Staaten angehören, mit dem Tag des Wassers aufmerksam machen. Jedes Jahr setzt die UNO ein Schwerpunktthema fest, unter dem der Tag des Wassers steht. In den Mitgliedsländern finden dann immer am 22.März spezielle Aktionen statt, dieses Jahr zum Thema „Wasser und Naturkatastrophen“. Was hat denn nun Wasser mit Naturkatastrophen zu tun und wieso passieren diese Unglücke immer häufiger?

 

Was ist los mit dem Klima?

Naturkatastrophen wie Hochwasser oder Dürren haben die Menschen schon immer hart getroffen. Sicherlich kannst du dich noch an die Elbeflut im Sommer 2002 erinnern, die ganze Städte zerstört hat. Überschwemmungen haben in den letzten Jahren stark zugenommen, sogar in trockenen Ländern wie Tunesien. Nur noch wenige Länder sind nicht davon betroffen. Bestimmt hast du dich über den tollen Sommer letztes Jahr gefreut. Aber aus Hitze kann leicht Dürre werden; und sie tritt immer häufiger auf. Wenn sich Wüsten ausbreiten, geht der Wasserspiegel großer Flüsse zurück und kann schnell Dürren auslösen. Natürlich können wir uns vor Dürre und Hochwasser schützen. Wir könnten zum Beispiel unseren Flüssen wieder mehr Überlaufmöglichkeiten geben und Feuchtgebiete, wie Auen und Moore, wiederherstellen. Außerdem können wir eine verbesserte Abwasserentsorgung und neue Bewässerungsmethoden entwickeln. Du wirst aber sehen, dass es damit alleine nicht getan ist. Die Zunahme von Naturkatastrophen können wir durchaus auf das veränderte Klima zurückführen. Erinnerst du dich noch an den Treibhauseffekt? Die Zerstörung der Ozonschicht bewirkt einen Wandel des Klimas. Höhere Temperaturen und steigende Meeresspiegel sorgen für mehr Stürme, Waldbrände, Lawinen oder Überschwemmungen. Wenn du mehr über den Klimawandel erfahren möchtest und wie wir das Klima entlasten können, dann schau doch einfach unter dem Kapitel "Die Folgen des Treibhauseffektes" im Themenbereich "Prima Klima" nach.

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