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Allergien und Umwelteinflüsse


Ob dich eine Allergie erwischt oder nicht, hängt von verschiedenen Einflüssen ab, die alle zusammenwirken. Zum einen kann die Veranlagung zur Allergie in deiner Familie liegen, also von Generation zu Generation weitergegeben werden. Das heißt nun nicht, dass du sicher eine Allergie bekommst, weil deine Eltern Allergiker sind, aber das Risiko zur Erkrankung steigt. Auch viele andere Faktoren in deiner Umgebung und in deiner Lebensweise können den Ausbruch einer Allergie begünstigen. Zum Beispiel wenn du rauchst, viel Kontakt zu hochallergenen Stoffen hast oder dir selber sehr viel Stress machst.

Experten nehmen an, dass Schadstoffe in der Umwelt allergische Reaktionen hervorrufen und verstärken können. Treffen Pflanzenpollen in der Luft mit den schädlichen Stoffen der Autoabgase zusammen, so kann es passieren, dass die Pollen verstärkt ihre allergieauslösenden Eiweißstoffe ausschütten. Somit fliegen dort, wo viel Verkehr ist, auch mehr Allergene in der Luft herum. Und können daher auch häufiger zu allergischen Beschwerden führen. Auch erhöhte Ozonwerte, mit denen wir vor allem im Sommer zu kämpfen haben, können Entzündungsprozesse an den Schleimhäuten hervorrufen und damit auch die Empfindlichkeit von Bronchien und Nase verstärken.

Ob eine Allergie tatsächlich ausbricht, hängt auch von vielen  Einflüssen ab, die du zum Teil selbst mit beeinflussen kannst.

Haustierhaltung

Haarige Freunde,  zum Beispiel Katze, Hund und Meerschweinchen, können Auslöser für eine Tierhaarallergie sein. Wir reagieren allerdings nicht auf das Tierhaar selbst allergisch, sondern auf eiweißhaltige Bestandteile, wie vor allem Hautschuppen, Schweiß oder Speichel, die an dem Haar haften und sich mit der Luft als Staub verteilen.
Wer ein Haustier besitzt und an einer Tierhaarallergie erkrankt, dem fällt es natürlich schwer, sich von seinem Liebling zu trennen. Bei einer leichten Allergie kann es schon helfen, nach jedem Kontakt mit dem Tier die Hände zu waschen und das Schlafzimmer strikt tierfrei zu halten. In vielen Fällen ist es aber auch aus ärztlicher Sicht notwendig, "Bello" oder "Struppi" Adieu zu sagen.

Kater winkt mit Taschentuch


Wohnklima

Schlechte Luft in der Wohnung kann Allergien begünstigen. Insbesondere wer raucht oder als Passivraucher ständig den Rauch von anderen einatmen muss, kann für Allergien anfällig werden. Teppichböden und Polstermöbel sammeln Staub, der durch die Luft in unsere Atmungsorgane gelangt. Luftdicht schließende Fenster verhindern einen gesunden Luftaustausch. Wer nicht regelmäßig lüftet, riskiert auch eine hohe Belastung durch Schimmelpilzsporen und Hausstaubmilben. Milben ernähren sich von den Hautschuppen der Menschen und fühlen sich daher, wie wir auch,  im Bett besonders wohl.

Ernährung

Viele harmlose Stoffe in Lebensmitteln können Auslöser für Allergien sein. Wer weiß, dass er auf bestimmte Nahrungsmittel allergisch reagiert, sollte sie – wenn möglich – am besten vom Essensplan streichen.
Experten vermuten auch, dass Zusatzstoffe und Konservierungsstoffe, die oftmals in Fast-Food-Produkten und Fertignahrungsmitteln in hoher Dosis vorkommen, die Anfälligkeit für Allergien verstärken. 

Mode und Kosmetik

Mit modischer Kleidung, Schmuck und Kosmetikartikeln möbeln viele ihr Aussehen auf. Leider sind gerade in diesen „Schönmachern“ viele Stoffe enthalten, die bei wiederkehrendem Kontakt mit der Haut Allergien hervorrufen können. Textilien etwa werden bei der Herstellung mit Chemikalien und Farbstoffen behandelt, die die Haut reizen können. Neue Kleidung sollte daher vor dem ersten Tragen unbedingt gewaschen werden, um die Rückstände zu entfernen.
Modeschmuck enthält oftmals das Metall Nickel, das bei Allergikern für unschöne und stark juckende Rötungen sorgt. Auch Ohrlochstechen oder Piercing sind häufig Auslöser für Nickelallergien.

Wer schön sein will, muss leiden, heißt es. Aber wer gesund sein will, der verzichtet lieber mal auf das eine oder andere modische Accessoire.

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