Die Haut ist das größte Organ des Menschen. Bei einem erwachsenen Menschen bedeckt sie, je nach Körpergröße, etwa 1,5 bis 2 Quadratmeter. Bei einem zwölfjährigen Kind misst sie ungefähr 1,3 Quadratmeter, das entspricht einer Fläche von 20 DIN A 4-Seiten. Die Haut ist nicht nur unsere äußere Hülle, sondern sie hat auch viele lebenswichtige Funktionen. Sie ist ein wichtiges Sinnesorgan, denn durch die Tastkörperchen in der Oberhaut fühlen wir zum Beispiel Schmerz, Kälte und Wärme. Die Haut hat für uns auch die Aufgabe einer Klimaanlage und reguliert unsere Körpertemperatur. Und durch ihren Säureschutzmantel bewahrt sie uns wie ein Schutzschild vor Bakterien und Pilzen. Eine intakte Haut ist daher für unser Wohlbefinden sehr wichtig und auch für den Kontakt zu anderen Personen.
Deshalb ist es äußerst unangenehm, wenn man sich in seiner Haut nicht wohlfühlt, weil sie juckt, rot wird oder entzündete Bläschen bildet. Dies sind typische Krankheitsmerkmale der Neurodermitis. Vor allem abends und nachts ist das Jucken am Schlimmsten, so dass manche Neuro-dermitiker schlecht schlafen können. Bei den Betroffenen ist die Hornschicht der Haut dünner und der Säureschutzmantel beschädigt. Zusätzlich wird weniger Hauttalg produziert, so dass die Haut austrocknet und schmerzt. Mitursache für Neurodermitis können oft unterschiedliche Allergene sein.