Ohne viel Krach kamen Klara Schiefer, Cathi Schäfer, Sina von Nethen, Raphael Sexauer, Sabine Mimra und Geburtstagskind Celina Müller-Probst morgens um neun Uhr in ihren Workshopraum, um dem Lärm auf die Spur zu kommen.

Um dies zu tun, mussten sie erstmal herausfinden, was „Lärm“ eigentlich ist. Im Prinzip ist es ganz einfach, Lärm zu beschreiben. „Lärm ist unerwünschter, belästigender und/ oder gesundheitsschädigender Schall“, erfuhren die Kinder von Expertin Susanne Neyen vom Unabhängigen Institut für Umweltfragen in Berlin.
Als nächstes hörten die Kinder anhand von Musikbeispielen die Unterschiede zwischen einem gesunden und einem geschädigten Ohr. Dabei lernten sie, dass ein geschädigtes Ohr Töne verschwommen und stumpf hört – also nicht so klar wie ein gesundes Ohr.
Dann gab es auch etwas Physik: Dabei wurde erklärt, was Frequenzen sind. Frequenzen bezeichnen die Anzahl der Schwingungen, die der Mensch hört. Gemessen werden die in „Hertz“(Hz), und der Mensch hört Frequenzen zwischen 16 und 20.000 Hertz. Die Lautstärke misst man in Dezibel (db). Dezibel ist benannt nach Alexander Graham Bell, dem Mann, der das Telefon erfunden hat. Eigentlich wollte der nämlich ein Hörgerät erfinden….
Das nächste Thema war der Aufbau des Ohrs, also Außenohr, Mittelohr und Innenohr und was sich alles so in dem Ohr befindet. Dabei lernten die Kinder auch, dass es schädlich ist, sich den Ohrenschmalz mit Wattestäbchen zu entfernen. Denn das Ohr braucht den Ohrenschmalz. „Alles, was der Körper selbst produziert, braucht er auch“, erklärte Frau Neyen. Dazu kommt, dass das Wattestäbchen den Schmalz ins Ohr hineindrückt, was auf Dauer auch zu Hörschäden führen kann.
Nun gingen die Kinder zum praktischen Teil über. Sie testeten mit einem Schallmessgerät, wer von ihnen am lautesten schreien kann. Anschließend wurde ein Hörtest absolviert, ein so genanntes Audiogramm.
Auf dem Alexanderplatz nahmen die „Lärmforscher“ dann die Spur des Lärms auf. Bestückt mit den Messgeräten wurde an verschiedenen Orten der Schall gemessen: Am Weihnachtsmarkt, in der U-Bahn oder im Kaufhaus. Und es gab einiges zu messen.
Bei dem abschließenden Hörtest wurden Geräusche erraten und zudem konnten die Kinder sich einen Eindruck davon machen, wie ein Mensch mit Hörgerät hört.
Aus all diesen Erkenntnissen entwickelte die Gruppe dann ihre Forderungen zum Thema "Freizeitlärm", die du dir hier durchlesen kannst.
