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Workshop "Handystrahlung"


Ganz klassisch, von Angesicht zu Angesicht, und nicht per Handy hatten sie sich verabredet: Béla Niederwieser, Jue Xiang Wang, Kathrin Wegmann, Andreas Schloß und Lea Lülf – die "Handykenner" des Kindergipfels.

Der Workshop Handystrahlung bei der Arbeit


Als Einstieg besprach die Runde zuerst einmal, was sie so über Handys denkt. Dabei kamen Argumente wie „Anerkennung“ und „Status“, „Erreichbarkeit“ und „Gesundheit“, aber auch die Kosten zum Vorschein. Hier wurde schon deutlich, dass sich alle richtig gut vorbereitet hatten.

Die Leiterin des Workshops, Dr. Cornelia Baldermann vom Bundesamt für Strahlenschutz, gab zuerst eine Einführung in das Thema „Strahlung“. Dabei erklärte sie, wie Telefonate mit dem Handy überhaupt funktionieren. Dabei lernte die Gruppe, dass das Handy des Anrufers Funksignale in Form einer elektromagnetischen Welle an eine Mobilfunkanlage sendet. Die schickt die Signale dann an einen zentralen Rechner, der genau weiß, wo die Person gerade ist, die angerufen wird. Der Zentralrechner sendet das Signal dann an die Mobilfunkanlage, die am nächsten zum Angerufenen steht. Von dort wird dann das Handy angefunkt und es kann lostelefoniert werden…

Dann folgte die Frage, wie die Strahlung auf den Menschen wirkt und wie sie gemessen wird. Die Kinder lernten, dass der Körper unter Strahlungseinfluss Energie aufnimmt und sich dadurch erwärmt. „Wenn dabei aber zuviel Wärme entsteht“, so Frau Dr. Baldermann, „können Gesundheitsschäden entstehen“. Dann erklärte sie, dass es zur Vorbeugung in Deutschland Grenzwerte gibt, die nicht überschritten werden dürfen.

Die Kinder lernten, dass die Strahlung in Watt pro Kilogramm (W/kg) gemessen wird und diese Messung dann den SAR-Wert ergibt. Der SAR-Wert beschreibt die spezifische Absorptionsrate und sagt aus, wie viel Watt pro Kilogramm der Körper aufnimmt. Die Gruppe erkannte also, dass man beim Kauf eines neuen Handys auf diesen Wert achten sollte.

Hierbei erfuhren die Kinder auch, dass die Sendeanlagen eine stärkere Strahlung aussenden als die Handys. Aber da die Sendeanlagen im Allgemeinen weiter vom Körper entfernt sind, ist die bei uns "ankommende" Strahlung (SAR) geringer als beim Handy, das wir ja beim Telefonieren direkt an unseren Kopf halten.

Mit diesem Wissen konnten die Kinder herausfinden, was zu tun ist, um so wenig wie möglich Strahlung abzubekommen. Nachdem sie selbst nun so viel gelernt hatten, machten sie auf dem Alexanderplatz eine Straßenumfrage, um zu sehen, was die Leute so über die Handystrahlung wussten. Im Ergebnis kamen die Kinder zu dem Schluss, dass mehr Information notwendig sei, denn nur wenige kannten sich aus.

Eines stellte die Gruppe aber fest: Heute gibt es keinen Beweis, dass Mobilfunk krank macht, aber es ist auch möglich, dass es irgendwann einen solchen Beweis geben könnte. Darum haben sie für alle Handynutzer folgenden Rat: Vorsicht ist besser als Leichtsinn.

Was die Handygruppe in der Resolution fordert, kannst du hier nachlesen.

Der Workshop Handystrahlung präsentiert seine Forderungen


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