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Die Haut hautnah


Die Haut ist nicht nur unsere „Verpackung“, sondern sie ist ein lebenswichtiges Organ mit vielen Aufgaben. Die Haut

• ist unsere Klimaanlage, denn sie reguliert unsere Körpertemperatur
• hält dicht, denn sie speichert Wärme und Wasser
• ist unsere Stoßstange, denn sie schützt uns vor Stößen und Reibung
• ist unser Schutzschild, denn sie schützt uns vor Krankheiten
• ist ihr eigener Doktor, denn sie heilt sich selbst
• ist sinnlich, denn sie ist unser größtes Sinnesorgan

Die Haut kann einiges

Aus der Aufzählung wird klar: Die Haut macht einen richtig guten Job!

Als Klimaanlage funktioniert sie, weil wir schwitzen. Denn wenn der Schweiß auf deiner Haut verdunstet, kühlt er die Hautoberfläche und das Blut. Das sorgt dafür, dass dein Körper immer 37 Grad Temperatur hält. Gesteuert wird dieser Vorgang vom Gehirn. Es bestellt also, je wärmer es wird, mehr Schweißbildung bei der Haut. Und die regelt das dann. Hunde z. B. können das nicht. Sie „schwitzen“ über die Zunge. Deswegen hecheln und sabbern Hunde auch so oft.

Durch ihre perfekte Struktur sorgt sie auch dafür, dass wir nicht auslaufen. Denn sie hält uns dicht. Zudem sorgt sie dafür, dass wir sicher verpackt sind. Der Haut macht ein kleiner Stoß nichts aus. Wenn sie aber nicht da wäre, würde unser Gewebe sehr schnell schaden nehmen.

Die Aufgabe des Schutzschildes erledigt sie mit dem Säureschutzmantel. Das ist ein dünner Schutzfilm aus Fett und Wasser, der Säure enthält. Und diese Säure greift alle Bakterien, die dich krank machen wollen, an, und soll sie so daran hindern, sich durch die Haut bei dir einzuschleichen. In diesem Zusammenhang hast du vielleicht schon mal den Begriff pH-Wert gehört. Bei einem gesunden Menschen liegt er zwischen 4 bis 6,5.

Kleine Wunder kann die Haut auch noch vollbringen: Wenn du mal hinfällst, sagt die Haut dem Gehirn, wo sie eine Schramme hat. Das Gehirn schickt dann Blutkörperchen an diese Stelle. Darum bluten Wunden auch, denn so werden Fremdkörper, die krank machen können, weggespült. Wenn die alle raus sind, verklumpt das Blut und verschließt so die Wunde von innen. Unter diesem „körpereigenen Pflaster“ wachsen dann gut geschützt neue Hautzellen, und die Haut heilt sich komplett selbst.
 

Durch die Haut spüren wir auch, ob etwas weich, hart, warm oder kalt ist. Das kommt, weil die Nervenzellen der Haut das spüren und es dem Gehirn weitersagen. Die Haut ist unser größtes Sinnesorgan und misst bei einem 12-Jährigen ungefähr 1,3 Quadratmeter.

Die Haut ist auch noch eine „ehrliche“ Haut. Sie zeigt deiner Umgebung, wie du dich gerade fühlst. Wenn dir schlecht wird, zeigt sie es deinen Freunden, weil du schnell blass wirst. Wenn dir etwas peinlich ist, wirst du rot, so dass du die Peinlichkeit nicht verbergen kannst. Das gleiche passiert übrigens bei den meisten Menschen auch, wenn sie lügen. Deswegen ist die Haut auch noch unser eigener Lügendetektor, was – mal ehrlich – manchmal schon ziemlich doof ist.

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