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Lärm und seine Folgen


1. Lärm nervt und macht krank!

Diese Situation kennst du vielleicht: Du machst Hausaufgaben und brütest über einer schwierigen Matheaufgabe. Aus dem Nebenzimmer kommt plötzlich ein fürchterlicher Krach: Deine kleine Schwester übt Blockflöte. Und hört nicht mehr auf. Schaffst du es, die Aufgabe fehlerfrei zu lösen? Wohl kaum. Wahrscheinlicher ist, dass du genervt zu ihr rübergehst, und sie anmeckerst. Stimmt’s?

Jetzt kannst du dir auch vorstellen, wie es Menschen geht, die ständig durch Lärm gestört werden, sei es nun durch den Verkehr vor dem Fenster oder durch den bellenden Nachbarshund. Sie leiden oftmals unter:

• Kopfschmerzen
• Stress und Nervosität
• Konzentrationsschwäche
• Schlaflosigkeit
• übler Laune

Besonders starker Lärm kann aber auch dein Gehör direkt beschädigen.

2. Lärm macht schwerhörig!

Wie bitte? Etwa 14 Millionen Menschen in Deutschland haben Hörprobleme. Und das sind nicht nur Omas und Opas, sondern immer mehr Kinder und Jugendliche.
Lärmschwerhörigkeit hat nichts mit der Schwerhörigkeit zu tun, die bei manchen Menschen angeboren ist. Lärmschwerhörigkeit entsteht, wenn unsere Ohren zu großen Krach ertragen müssen. Und daran sind wir meist selbst Schuld.

Wie entsteht Lärmschwerhörigkeit?
Wird unser Gehör durch großen Lärm belastet, bedeutet das Gefahr für Hörzellen und Zilien. Hast du auf einer Party schon mal zu dicht an der Lautsprecherbox gestanden? Dann hast du danach die Stimmen deiner Freunde bestimmt nur ganz entfernt gehört, so als hättest du Watte in den Ohren. Was da passiert ist? Ganz einfach.

Die Zilien, die feinen Härchen im Innenohr, sind wegen der hohen Lärmbelästigung erschlafft – so wie du, wenn du zuviel Stress hast – und geben die Geräusche nicht mehr richtig an den Hörnerv weiter. Kommt so etwas selten vor, erholen sich die Zilien wieder, und nach einer Weile hörst du wieder so gut wie vorher.

Anders ist das aber, wenn die Zilien dauerhaft mit Lärm gequält werden. Zum Beispiel wenn du deinen Walkman auf dem Schulweg immer so laut aufdrehst, dass auch dein Nebenmann im Bus die Musik mithören kann. Dann schmelzen die Zilien und verklumpen, und das lässt sich von keinem Arzt mehr heilen. Ganz klar können zerstörte Zilien nichts mehr an den Hörnerv weitergeben, und der nichts ans Gehirn. Das heißt, so nach und nach wird dein Gehör immer schlechter. Manchmal dauert es eine ganze Reihe von Jahren, bis einem selbst auffällt, dass man nicht mehr gut hört. Dann ist es aber leider schon zu spät!

Was die Zilien ebenfalls zerstört, sind sehr laute plötzliche Geräusche, wie zum Beispiel der Knall eines Silvesterkrachers. Da reicht schon ein einziger Knall direkt neben deinem Ohr, um dein Gehör für immer zu schädigen. Sogar Kinderspielzeug kann gefährlich werden. Es gibt Spielzeughandys, deren Klingeln direkt am Ohr so laut ist wie ein Düsenjet in 15 Metern Entfernung!

3. Hilfe, bei mir piept’s! –  Der Tinnitus

Lärm erzeugt nicht nur Schwerhörigkeit, sondern kann auch äußerst unangenehme Ohrgeräusche hervorrufen. Das lästige Piepen, Pfeifen, Summen und Brummen im Ohr nennt man Tinnitus. Die Geräusche kommen von innen und können sogar so stark werden, dass sie einem den Schlaf rauben. Ganz wichtig: jedes Ohrgeräusch, das länger als einen Tag andauert, muss so schnell wie möglich von einem Arzt behandelt werden. Sonst kann es ein lebenslanger Begleiter werden, und da kann man sich doch wirklich Schöneres vorstellen!

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